25 Februar 2007

Woche 10/20: Das erste Opfer


Halbzeit! Zeit für eine Bilanz! Arme, Beine, Kopf sind alle noch, wo sie hingehören - aber sie machen sich deutlich stärker bemerkbar als früher. Die Knie knacken, tagelang schon schmerzt die Schulter und der Kopf sucht seiten Wochen verzweifelt nach einer Antwort auf die Frage: Warum habe ich den Mist überall herumerzählt, anstatt das Maul zu halten. Dann könnte ich jetzt einfach ein glücklicher kleiner Jogger sein! Aber ich wollte ja unbedingt Marathonläufer werden!

So eine Marathonvorbereitung geht in jeder Hinsicht an die Substanz. Doch wird nicht nur der ganze Kerl herausgefordert. Da werden nicht nur die eigenen Muskeln über das Maß beansprucht und belastet! Nein! Auch das Material kommt an seine Grenzen. In der letzten Woche kam es, wie es unweigerlich kommen musste! Mein knallhartes und unbarmherziges Training forderte sein erstes Opfer: meine Lieblingslaufsocke! Die Bedeutung der Laufsocke darf man keineswegs unterschätzen! Außer, dass sie Frauen, Kinder und Männer, die weniger gewohnt und keine ostdeutsche Erziehung genossen haben, in die Flucht schlagen, haben Laufsocken noch eine weitere wichtige Bedeutung: Sie schützen den rauchenden Fuß vor Blasen.

Und jetzt liegt sie mit einem Loch am Knöchel aufgebahrt und ungewaschen in unserem Schlafzimmer. Dann kann man ihr ein letztes Mal Lebenwohl sagen. Prompt bekam ich bei meinem ersten Lauf ohne Lieblingslaufsocke eine Blase an besagter Stelle. Was soll ich bloß tun? Gerne versteigere ich das Exemplar zugunsten des Baues... Für die zweite Hälfte des Vorbereitung brauche ich wohl ein paar Neue. Vielleicht nehme ich die Falke RU 4 Attack mit den tollen Sicherheitsfunktionen... Hoffentlich hält die bis nach dem Marathon!