24 April 2007

Woche 18/20: 35 Kilometer Teil 2


Rundkurse kann ich nicht leiden. Ich brauch die Abwechslung. Diese Neigung hat sich bei meinem letzten 35 KM Lauf böse ausgewirkt. Irgendwann stand ich völlig dehydriert am Straßenrand, kilometerweit von zuhause entfernt und körperlich total am Ende. Gerettet hatte mich einzig und allein mein Not - Euro, mit dem ich mir an der Bude ne Pulle Wasser kaufen konnte. Danach quälte ich mich die restlichen 6 km nach Hause. Dieses Mal war ich auf Anraten von Martin Schramm schlauer und bin halt doch lieber vier Mal um den Kemnader Stausee gerannt. Und - man mag es nicht meinen: So 'nen Rundkurs hat seine Vorteile:

1. Man kommt mehrmals am Auto vorbei und kann seine Wassertanks auffüllen! Sehr gut! Kein Verdursten mehr!
2. Sollte man schlapp machen, hängt man nicht völlig verloren am Straßenrand, sondern kann sich zum rettenden Auto durchschlagen.
3. Ein Rundkurs kann ganz interessant sein, wenn man ein bißchen kreativ ist.

Man kann zum Beispiel Nachforschungen anstellen, ob die Spucke nach einer Runde noch vorhanden oder von der Sonne weggetrocknet ist. Man kann mitzählen, wie häufig man WalkerInnen überholt, bevor die eine Runde geschafft haben (ich habe ein und dasselbe Pärchen drei Mal gesehen). Interessant sind auch die unterschiedlichen, sich stündlich ändernden klimatischen Bedingungen: Stausee bei Nebel (6.30 Uhr), Stausee im ersten Sonnenlicht (7.15 Uhr), Stausee wenn es wärmer wird (8:00 Uhr), Stausee, wenn es heiß ist (10.00 Uhr). Großartig! Man sieht tausend interessante Dinge und nebenbei läuft man 35 Kilometer! Ich mach ab jetzt nur noch Rundkurse!